Ab 19. Oktober gibt’s die Rote Karte

Ab 19. Oktober gibt’s die Rote Karte

Seit Ende Juni werden alle Biotonnen im Landkreis Augsburg beim Leerungsvorgang vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg auf Störstoffe untersucht. Schlagen die beiden Detektoren am Müllfahrzeug an, wird die Schüttung der Tonne automatisch gestoppt. Die Tonnen wurden bisher jedoch trotzdem geleert. Die Bürger wurden durch die Gelbe Karte an ihrer Biotonne darauf aufmerksam gemacht, dass in der Tonne Störstoffe gefunden wurden. Bis heute wurden gut 500 Gelbe Karten verteilt.

Ab 19. Oktober ist diese Verwarnphase nun vorbei. Dann werden alle braunen Tonnen mit einer Roten Karte versehen, wenn bei der Leerung Störstoffe festgestellt wurden. Die Biotonnen bleiben dann ungeleert stehen. Bis zur nächsten Leerung müssen alle Störstoffe aussortiert und ordnungsgemäß entsorgt werden. Alternativ kann der Biomüll gebührenpflichtig als Restmüll entsorgt werden (120 l Tonne 34,50 € / 240 l Tonne 43,00 €).
Die Anmeldung einer gebührenpflichtigen Leerung ist durch den Eigentümer / Hausverwaltung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu senden.
Ab 19. Oktober gibt’s die Rote Karte
Das Detektionssystem wurde eingeführt, da jährlich in der Bioabfallvergärungsanlage rund 700 Tonnen Störstoffe aussortiert werden müssen. Dies entspricht etwa der Ladung von 80 Müllfahrzeugen. In die Biotonne gehören alle pflanzlichen Abfälle aus Haus und Garten sowie pflanzliche Speisereste. Leider befinden sich immer wieder Störstoffe, vor allem Plastik, Metall und Restmüll mit in der Biotonne. Die Störstoffe können in der Bioabfallvergärungsanlage nur zum Teil vor der Vergärung aussortiert werden. Gerade dünnwandiges Plastik, das leicht zerreißen kann, landet dann als Mikroplastik im Kompost und muss mühsam abgesiebt werden. In der Vergärungsanlage wird neben der Erzeugung von Biogas aus den Gärresten hochwertiger Kompost und Flüssigdünger hergestellt.

Im Landkreis Augsburg gibt es rund 75.000 Biotonnen. Mehrere Müllfahrzeuge, die für die Leerung der braunen Tonnen eingesetzt werden, wurden mit den Detektoren ausgestattet. Diese Detektoren erkennen metallisch leitfähige Störstoffe sobald der Schüttungsvorgang gestartet wird. Andere Störstoffe wie beispielsweise Plastikmülltüten, Kunststoffteile oder Restmüll werden durch Sichtkontrolle des Müllwerkers festgestellt.


Nähere Informationen erhalten Sie bei der Abfallberatung unter Tel. 0821/3102-3221 oder -3222.

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