Brotzeitdosen für die Erstklässler des Landkreises Augsburg

Brotzeitdosen für die Erstklässler des Landkreises Augsburg

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Augsburg (AWB) verschenkt jährlich Brotzeitdosen an alle Erstklässler im Landkreis. Die Kinder erhalten die Dosen im März / April bei der Schuleinschreibung. In diesem Jahr wird die Aktion zum 19. Mal durchgeführt, knapp 2.700 Dosen wurden verteilt.

Warum Brotzeitdosen verwenden?

Eine gesunde Brotzeit aus der Brotzeitdose des AWB macht die Kinder nicht nur fit für den anstrengenden Schulalltag, es wird auch unnötiger Verpackungsabfall vermieden. In der wieder verwendbaren Box lassen sich Pausenbrote und andere Snacks ganz einfach und frisch ohne zusätzliche Verpackung transportieren. Hat die Dose dann nach vielen Schuljahren ausgedient, kommt sie zur Wertstoffsammelstelle und kann problemlos verwertet werden, da sie aus nur einer Kunststoffart besteht.

Warum sind die Boxen aus Kunststoff?

Angesichts der Kunststoffdebatte könnte die Frage gestellt werden, warum die Brotzeitboxen aus Kunststoff sind. Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat sich bewusst für die Kunststoffdosen entschieden, da es zurzeit noch keine bessere Alternative gibt. Die AWB-Dosen werden in Baden-Württemberg hergestellt und bestehen aus dem hochwertigen Kunststoff Polypropylen PP. Sie tragen das Glas-Gabel-Symbol, das bedeutet, die Box ist für den Kontakt mit Lebensmitteln ausgelegt und gibt keine Schadstoffe an das Essen ab. Am Ende ihrer langen Lebensdauer können die Boxen sehr gut werkstofflich recycelt werden.

Die alternativen Biokunststoffe sind derzeit nicht automatisch umweltfreundlicher als konventioneller Kunststoff, da auch deren Herstellung Ressourcen verbraucht. Außerdem werden Biokunststoffe noch nicht getrennt erfasst und verwertet und müssen immer noch als Restmüll entsorgt werden. Ihr Einsatz trägt bisher nicht dazu bei, Plastikmüll zu reduzieren.
Brotzeitdosen für die Erstklässler des Landkreises Augsburg
Folie, Papier, Wachstücher oder die Brotzeitbox? 

  • Alufolie wird unter hohem Energieverbrauch aus dem wertvollen Metall Bauxit gewonnen. Es ist viel zu schade, Alufolie für kurzlebige Wegwerfprodukte zu verwenden. Abgesehen davon kann sie bei Kontakt mit salzigen und sauren Lebensmitteln Alu-Partikel ans verpackte Essen abgeben, die beim Verzehr aufgenommen werden. Zu viel Aluminium kann im Körper gesundheitlich bedenklich sein.

  • Frischhaltefolie aus Kunststoff wird aus Erdöl hergestellt. Auch Erdöl sollte als Rohstoff für langlebige Gegenstände verwendet werden und nicht für kurzlebige Einwegprodukte.

  • Butterbrotpapier ist eine sinnvollere Verpackung und unkritisch für den Verzehr, aber auch hier bleibt Müll zurück und es müssen für die Herstellung Bäume gefällt werden.

  • Bienenwachstücher eignen sich für Obst und Gemüse. Fettige Lebensmittel wie belegte Brote und Kuchen, sollten lieber nicht eingewickelt werden: Wachsbestandteile könnten sich lösen und mit verzehrt werden. Hinzu kommt, dass Wachstücher nur mit lauwarmem Wasser gespült werden können, da sich die Beschichtung bei hohen Temperaturen lösen kann. Richtig hygienisch ist das nicht.

Fazit: Mit der langlebigen Brotzeitdose des Abfallwirtschaftsbetriebs wird ganz viel Verpackungsmüll vermieden und dazu werden knappe Rohstoffe eingespart.

Die Aktion richtet sich nicht nur an die Schülerinnen und Schüler. Auch Eltern und Lehrer sollen daran erinnert werden, wie wichtig der schonende Umgang mit unseren wertvollen, knappen und endlichen Ressourcen ist. Sie sollen Kindern helfen Verantwortung für Natur und Umwelt zu entwickeln und umweltbewusstes Verhalten vorleben.

Was soll weggeworfen werden?

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