
13.02.2026
Verpackungsrecycling in Deutschland funktioniert
Vor Kurzem wurden von der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und vom Umweltbundesamt (UBA) die aktuellen Recyclingquoten für das Berichtsjahr 2024 veröffentlicht. Diese Quoten machen transparent, in welchem Umfang Verpackungsabfälle tatsächlich verwertet werden. So wurden 2024 rund 71 Prozent der an den dualen Systemen beteiligten Kunststoffverpackungen werkstofflich verwertet.
Trotzdem glauben immer noch viele Verbraucherinnen und Verbraucher, dass die Abfälle aus der Wertstofftonne größtenteils verbrannt werden. Ein Mythos, der sich schon lange hält. Tatsächlich gelangen jedoch alle Abfälle aus der Wertstofftonne in Sortieranlagen, in denen sie sortiert und die unterschiedlichen Materialien für das spätere Recycling aufbereitet werden.
Damit Recycling überhaupt funktioniert, ist die Qualität der gesammelten Abfälle ausschlaggebend. Leider gehören rund 30 Prozent der Abfälle in den Wertstofftonnen gar nicht dort hinein. Diese sogenannten Fehlwürfe müssen aufwändig aussortiert werden und können die Sortenreinheit in der Anlage erheblich beeinträchtigen.
Gleichzeitig gelangen aber auch zu viele Abfälle aus Kunststoff und Metall in den Restmüll. Auch Glasverpackungen werden oft über die graue Tonne entsorgt. Dabei kann Glas bis zu einhundert Prozent wiederverwendet werden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass die Glasverpackungen über die Altglascontainer nach Farben getrennt entsorgt werden.
Grundsätzlich gilt:
In die Wertstofftonne gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Also zum Beispiel Verpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech oder Verbundmaterialien wie Getränkekartons.
Unterschiedliche Materialien einer Verpackung wenn möglich immer getrennt entsorgen: Deckel vom Joghurtbecher oder Folie von der Wurstpackung komplett abziehen usw.
Papier, Pappe und Kartonagen kommen ins Altpapier, leere Einweg-Glasverpackungen nach Farben sortiert in die Altglascontainer. Pflandflaschen und -dosen gehen zurück in den Handel.
Recyclingquoten 2024 im Überblick:
(Angaben gemäß Veröffentlichung der ZSVR; gesetzliche Quoten in Klammern)
Kunststoffverpackungen: 70,8 Prozent (63 Prozent)
Aluminiumverpackungen: 117,4 Prozent [1] (90 Prozent)
Eisenmetallverpackungen: 107,8 Prozent [1] (90 Prozent)
Papier, Pappe, Karton: 91,8 Prozent (90 Prozent)
Glasverpackungen: 82,9 Prozent (90 Prozent)
Getränkekartonverpackungen: 69,5 Prozent (80 Prozent)
Sonstige Verbundverpackungen: 61,5 Prozent (70 Prozent)
[1] Hinweis: Die Quote kann 100 Prozent übersteigen, wenn die dualen Systeme mehr Verpackungen einer Verwertung zugeführt haben, als bei ihnen beteiligt („lizenziert“) waren.
Bilder: https://www.muelltrennung-wirkt.de